In seiner Januar-Sitzung hat der OBR Zuwachs bekommen, neu dabei ist für die FDP der Holtenauer Fabian Arndt.
Im Mittelpunkt der Sitzung stand die Zukunft des Jugendtreffs. Drei Verbände sind an der Übernahme einer Trägerschaft interessiert:
Der Caritasverband, die AWO sowie der Kinder- und Jugendhilfeverbund stellten ihre jeweiligen Konzepte zur Fortführung der Offenen Jugendarbeit vor. Schnell wurde deutlich, dass der Wunsch der anwesenden Jugendlichen nach einem Treff mit täglichen Öffnungszeiten kaum oder garnicht machbar sein wird. Grund sind die geringen Finanzen, die von der Stadt zur Verfügung gestellt werden. Alle drei Verbände machten deutlich, dass nur an drei bis vier Tagen und auch nur für wenige Stunden ein Angebot für die Jugendlichen gemacht werden kann. Effektive Angebote, beispielsweise ein Bewerbungstraining oder einen Computerkurs, wird es so kaum mehr geben können. Auch die Disco am Freitag wird wohl seltener stattfinden müssen. In diesem Jahr stehen die Holtenauer Jugendlichen noch mehr auf der Straße. Große Anstrengungen wären wohl erforderlich, um ehrenamtliche Mitarbeiter und Jugendliche mit Jugendleiterschein in den Betrieb einzubinden und eine Verbesserung der Situation zu erreichen. Um weitere Geldquellen anzuzapfen, wurde auch über ein Sponsoring oder eine Nutzung als Bürgertreff nachgedacht.
Einige Randalierer (siehe Titelfoto!) entluden ihren Frust zum Jahreswechsel an zwei Wartehäuschen und einer Telefonzelle. Bleibt festzustellen, dass frustrierte Jugendliche als Sprayer, Scratcher und Vandalen hohe Kosten verursachen. Nach Angaben der KVG gehört Holtenau zu den Stadtteilen mit dem größten Vandalismus an Wartehäuschen.
Autor: Björn Sander
© Arbeitskreis PRO HOLTENAU 2007